Aktuelle Beiträge

aus der Gemeinschaftspraxis für Orthopädie und Rehabilitationsmedizin

Ein Sport fürs Leben

Die gute Nachricht zuerst: Tennis ist zwar ein Sport mit hohen Anforderungen an Kondition, Kraft und Geschicklichkeit, jedoch bei relativ geringer Verletzungsgefahr. Also bestens geeignet, um schon in früher Kindheit damit zu beginnen und auch als Senior noch viel Spaß dabei zu haben.

Voraussetzung für ein lebenslanges, gesundes Tennistraining ist die richtige Technik. Deshalb lohnt es sich, am Anfangin Stunden bei einem guten Trainer zu investieren. Wichtig ist auch, dass der Sportler sich fit hält und bei ersten Anzeichen von Überlastung oder Verletzungen den Sportarzt zurate zieht. Sonst können die typischen Schlagbewegungen und die komplexe Beinarbeit zu Schäden führen.
Tennis ist sehr abwechslungsreich und gut für die Gesundheit. Zum einen entsteht beim Tennisspielen ein hoher Energieverbrauch, da der Körper viel Kraft (beim Schlag), Schnelligkeit (beim Sprint) und Ausdauer (ein Match dauert mindestens sechzig Minuten) aufbringen muss.
Um diesen Aufwand zu gewährleisten, verbrennt der Körper 400 bis 600 Kilokalorien pro Stunde. Dabei werden zahlreiche Muskeln eingesetzt und gekräftigt, natürlich insbesondere an den Armen, Beinen und der stabilisierenden Rumpfmuskulatur. Die ständigen Positionsänderungen mit den Armbewegungen in Einklang zu bringen, erfordert zudem Koordinationsvermögen und das Umsetzen einer geschickten Spieltaktik sowie Konzentrationsfähigkeit. Der Spieler muss permanent aufmerksam sein, um den Ballflug vorauszusehen und sich richtig zu positionieren. Außerhalb der weißen Linien gilt die Ballberührung als Fehler. Es reicht also nicht, den Ball irgendwie zu treffen. Man muss
präzise agieren, den Schlag richtig dosieren und den Ball möglichst perfekt platzieren. So wird schließlich auch die Selbstbeherrschung des Spielers gefördert.
Und nicht zu vergessen: Tennis macht Spaß und den Kopf frei, weil man sich körperlich und geistig verausgaben kann. Der Spieler konzentriert sich voll auf sein Match und vergisst den Rest!

 

Körper ist gefordert

Die Belastung beim Tennis ist durch die typischen Schlagbewegungen und eine komplexe Laufarbeit charakterisiert. Kurze Lauf- und Bremswege sowie häufige Richtungswechsel und Sprünge erfordern eine kräftige und dehnfähige Bein- und Fußmuskulatur, die die Gelenke gut stabilisiert. Bei den Schlagbewegungen ist die Wirbelsäule hohen Belastungen ausgesetzt. Deshalb muss sie durch ein gutes Rumpfmuskelkorsett gestützt werden. An Armen und Händen werden Muskulatur, Band- und Kapselapparat sowie Gelenke und Knochen der Schlagarmseite insbesondere durch die hohe Wiederholungszahl der Schlagbewegungen belastet. Extreme Bewegungsausschläge, schnellkräftige Schlagausführungen sowie Vibrationsbelastungen durch den Schläger bei Ballgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern lassen sich nur durch gut trainierte Muskeln abfangen.

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